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Nachbau, aber anders

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#11 Johannes Z
Klasse Link. Vielen Dank. Ich setze mich mal damit auseinander ;-). Habe mir vor ein paar Tagen noch einen zweiten ESP8266 bestellt. Mit dem werde ich dann etwas spielen und versuchen da in die Richtung etwas zu realisieren
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#12 ortelius
Das hört sich doch mal spannend an! Ich hatte ja an anderer Stelle geschrieben, dass es sinnvoll wäre das Intervall-Ramping in den Controller zu integrieren. Habe eh immer Slider und/oder Pan/Tilt Kopf und damit einen Controller dabei.

Eine Frage hätte ich: Du verwendest WLAN zur Kommunikation mit dem Tablet. Gibt das keine Probleme wenn ich z.B. die Kamera schon mit dem Tablet per WLAN verbunden habe um per qDslrDashboard ISO, Blende, Verschl.Zeit nachzuregeln? Den NMX oder MDK Controller kann man via Bluetooth verbinden, das kommt der WLAN-Verbindung Tablet/Kamera jedenfalls nicht in die Quere.

Rainer
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#13 Johannes Z
Theoretisch würde es schon per wlan funktionieren. Wenn meine Steuerung alle Parameter hat und gestartet wurde, läuft sie von alleine weiter, bis entweder die Endschalter betätigt werden oder man sich halt neu einloggt und alles beendet. In der Zeit dazwischen kann man mit demSmartphone per WLAN und qDslrDashboard machen was immer man will. Der Nachfolger meines ESP8266, der ESP32, hätte auch Bluetooth. Aber da meine Nikon D5200 kein integriertes WLAN hat und ich Nikon keine 50 Euro für einen Adapter in den Hintern schieben möchte, nehme ich einfach ein USB Kabel fürs Dashboard ;-). Aber wie schon gesagt, rein per WLAN gehts natürlich auch.

Heute habe ich mir etwas Zeit genommen und ein ordentliches PCB entworfen, welches ich hoffentlich nächste Woche ätzen kann. Muss dafür aber erstmal die Säure kaufen. Ich bin gespannt
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#14 Timetolapse
Klingt sehr cool das Projekt. Würdest du teile der Programmierung und auch Wege zum nachbau des Sliders teilen? Bin auch Student und würde gerne einen Slider und eine Nachführung für kleines Geld bauen.
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#15 Johannes Z
So, jetzt ist mal ein kleines Update mehr als nötig. Mittlerweile ist das Projekt für mich abgeschlossen, da ich für mich und meine Zwecke damit zufrieden bin. Muss mich auch privat noch um andere Dinge kümmern.
Das Ramping für den Shot-Move-Shot Modus habe ich gelassen, sowie auch eine graphische Oberfläche für den Server. Aber der Rest ist alles wie geplant und funktioniert auch so.

Für diejenigen, die die Steuerung nachbauen wollen, habe ich hier noch die Zusammenstellung aller benötigten Bauteile:

- ESP8266 12E Entwicklerboard
- 2 Schrittmotortreiber (A4988/DRV8825/TMC2100/TMC2130). Passen alle genannten
- Spannungswandler entweder fix auf 3,3/5 Volt oder variabel. Ich habe einen LM 2596 Mini am laufen. Extrem klein und günstig
- Stecker für Strom, 2 4-polige Molex-Stecker für die Schrittmotoren und einen 6-poligen Stecker für die Endschalter und den Auslöser. Ich habe dafür einen 6-poligen RJ12 Stecker mit passender Buchse verbaut.
- Einen Transistor, 2 Widerstände 100 kOhm und einen 1 kOhm Widerstand. Zusätzlich einen 100 mikroF Elko zum glätten der Spannung für die Schrittmotortreiber
- Lochrasterplatine oder Platine zum selbst ätzen
- Lötzinn, Litze und eine ruhige Hand beim löten der zum Teil sehr kleinen Bauteile
- Gehäuse oder Material für den Selbstbau eines Gehäuses

Zusätzliches

- Akku zwischen 12 und 36 Volt. Darunter ist der Betrieb von Schrittmotoren nicht zuverlässig gegeben und für mehr als 36 Volt sind die Treiber und Spannungswandler nicht ausgelegt
- 2 Schrittmtoren. Einer für den Slider, ein weiter für den Rotationskopf. Nema 17 und Nema 11.
- Schneckengetriebe, Zahnriemen und Antriebsritzel
- Einen Slider bzw eine Linearführung als Basis natürlich
- Diverse Aluplatten und Profile, Schrauben

- Eine Stichsäge, einen Akkubohrer

Wie man die Mechanik zum laufen bringt ist im Grunde immer etwas individuelles. Da kann sich jeder austoben wie er möchte. Wichtig ist aber, im Sketch, wie auch in der App sind die Schrittweiten und Grade exakt auf meine konfiguration angepasst. Sprich eine untersetzung von 1:20 und ein Antriebsrad mit 20 Zähnen bei einem GT5 Riemen beim Slider und einer direkten 1:60 untersetzung für die Rotationsachse. Jegliche Abweichung davon würde zwangsweise die angegebenen Entfernungen verändern. Dies mus dann im Sketch wie auch in der App angepasst werden.


Den Schaltplan habe ich als Skizze bereits hochgeladen, das Platinenlayout ebenfalls. Für eine ausführlichere Ausführung fehlt mir im Moment leider die Zeit. Es ist auch ratsam sich etwas in die Materie einzuarbeiten bevor man sowas selbst bauen möchte. Ich selbst habe ordentlich Zeit investiert, stand vor einigen Problemen und war zwei mal kurz davor alles in die Tonne zu treten. Ohne selber ätzen zu wollen kann auch der Schlatplan nicht eins zu eins übernommen werden. Lediglich die welche Pins mit was verbunden werden. Je nach Platinenlayout können auch beliebig andere Pins verwendet werden, dies muss dann allerdings im Sketch angepasst werden.

Ich habe jetzt alles als .zip mal hochgeladen. Entpackt sind in dem Ordner der Sketch, die App für Android, Librarys für die Arduino IDE, des Platinenlayout für Eagle und einige andere Kleiigkeiten. Wem die App nicht passt bzw keine unbekannten Apps installieren will (verständlich), dem kann ich nur den Google Appinventor 2 empfehlen. Die Befehle für den Server kann man dem Sketch entnehmen und man hat am Ende eine App die genau so funktioniert wie man selbst will. Gerade wege der Mechanik ist es empfehlenswert sich mit der Materie auseinanderzusetzen und gegebenfalls selbst eine App zu progammieren. Ich kann leider nicht die Entwicklungsumgebung für meine App zur verfügung stellen, da diese an meinen Googleaccount gebunden ist.
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#16 Johannes Z
Als eventuelle Erklärung falls notwendig: die pdfs alle auf runterladen und dann umbenennen. Sprich das ".pdf" am Ende entfernen. Danach können die Daten entpackt werden. Leider habe ich auf die schnelle keine einfachere Lösung parat gehabt.

Zur Erklärung des Sketches:

Bevor der Sketch auf das ESP Modul geladen werden kann, muss man die Moduldaten für den ESP8266 für die Arduino IDE installieren. Dazu gibt es recht gute Tutorials bei github oder sonst wo. Einfach googeln. Danach die Librarys in die Arduino IDE einbinden.
Nun sollte der ESP sofort erkannt werden. Dazu in der Arduino IDE einfach das passende ESP Modul auswählen, in dem fall NodeMCU 1.0/1.1. Eventuell muss der Speicher noch korrekt eingestellt werden. Bei mir war der falsche Speicher eingestellt (es gibt nur zwei zur Auswahl) was zum absturz des Moduls führte.

Nach dem hochladen des Sketches stellt der ESP ein WLAN Netzwerk zur Verfügung. Standartname ist "Slider" mit dem Passwort "12345678". Dies kann im Sketch aber nach Belieben geändert werden. Wichtig dabei, es müssen 8 Ziffern im Passwort sein. Mit weniger kann es sein dass der ESP es nicht nimmt.

Nach dem Einloggen in das Netzwerk kann man dem Server Befehle geben.
Die Struktur ist folgendermaßen:
Es gibt 5 Menüs, bzw 5 Fälle die der Sketch abarbeiten kann. Den Timelapsemodus, den Fahrtmodus ohne Auslösung, den Astromodus, den Intervallmodus ohne Fahrt mit optionalem Ramping und einen Bulbmodus. Um den jeweiligen Fall zu aktivieren muss man natürlich dem ESP den passenden Befehl geben. Die Befehle sehen folgendermaßen aus. Sie sind zusammengesetzt aus IP Adresse und einem Anhang. Die IP des ESP ist immer "192.168.4.1". Der Befehl um zb den Timelapsemodus zu aktivieren sieht dann so aus: "http://192.168.4.1/MENU=1". Der Server liest den Anhang nach der IP aus und macht das, was an diesen Befehl geknüpft ist. In dem Fall wäre es starten des Timelapsemodus. Der Loop arbeitet jetzt nur diesen Abschnitt ab. Man kann also nicht zwei Modi parallel nutzen. Dies ist der Effizienz geschuldet, da die Schrittmotoren im Betrieb eine recht hohe Frequenz benötigen.
Es gibt eine recht lange Liste an vordefinierten Befehlen im Sketch. Ich habe versucht es so übersichtlich und selbsterklärend zu gestalten wie möglich. Die einzelnen Parameter sind anpassbar und müssen je nach Mechanik auch angepasst werden. Wie gesagt, ich kann es nur empfehlen wenn man sich den Sketch durchliest und in etwa versteht was da passiert. Oftmals habe ich schon Erklärungen hinzugefügt. Bei weiteren Fragen helfe ich natürlich gerne weiter.
Die App zur Steuerung ist im Grunde nur eine grafische Oberfläche, welche die passenden Befehle an den ESP Server sendet.

Zuerst muss man sich natürlich in das WLAN des ESP einloggen. Danach die App starten. Jetzt unter Einstellungen die IP Adresse (192.168.4.1) eintragen und speichern. Nun kann die Kameramarke ausgwählt werden und ebenfalls noch ob die Schrittmotoren ein Haltemoment in den bewegungsfreien Phasen haben sollen oder nicht.
Danach kann man in die verschiedenen Menüpunte springen, zb den Timelapsemodus. Dort können die Parameter beliebig angepasst werden und unten im Bildschirm erhält man bei jedem Tastendruck vom ESP ein Feedback, welcher Wert eingestellt wurde. Mit der Taste rst stellt man alle Parameter auf die Standardwerte zurück. Dies ist wichtig da die App alle eingetragen Parameter speichert, allerdings der ESP nach jedem Neustart alle Werte auf Standart setzt. Ein Druck auf rst und alles ist wieder synchronisiert.
Mit select startet und beendet man das Programm manuell. Ansonsten beenden auch die beiden einprogrammierten Endschalter. Also soweit alles narrensicher.

Ich hoffe die Erklärung hilft den Meisten die sich für dieses Projekt interessieren weiter. Ansonsten einfach fragen. Ich versuche zu helfen im Rahmen meiner Möglichkeiten
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#17 bene_dicere
(2017-02-26, 17:16)Johannes Z Wrote: .... Die Steuerung kann folgendes:

-Zwei Schrittmotoren im Shot-Move-Shot-Modus ansteuern. Dabei ist die Schrittweite für Linear- und Rotationsbewegungen frei anpassbar und das Intervall ebenfalls. Die Kamera wird automatisch per Infrarot ausgelöst. Am Slider befestigte Endschalter beenden die Aufnahme und Bewegung bei betätigung.

-Linearfahrt ohne Auslösung. Die Geschwindigkeit ist frei einstellbar und die Endschalter kehren die Bewegungsrichtung um, falls sie betätigt werden.
.....

Hallo Johannes,

ich bin zufällig auf dieses Forum und deinen Post aufmerksam geworden. 
Seit längerem spiele ich mit dem Gedanken (bzw. habe auch schon den ein oder anderen Fehlversuch hinter mir) einen eigenen Slider zu "basteln". 
Ich finde dein Projekt wirklich super und auch die Steuerung per App sieht total klasse aus (übersteigt leider mein Können bei weitem)  

Jedoch habe ich eine Anfängerfrage bei der du mir eventuell Helfen kannst. Ich würde auch gerne zwei oder drei Achsen steuern, dazu hatte ich geplant die Schrittmotoren mit einen Arduino und einem Board für 3D Drucker / CNC Fräsen zu steuern. Es gelingt mir auch alle Motoren ans Laufen zu bekommen, jedoch muss ich immer alle Motoren anschließen damit nichts durchbrennt. 
Ich würde gerne die Motoren für zusätzliche Bewegungen aber optional nutzen können. Wie hast du gelöst, dass die Steuerung nicht durchbrennt oder musst du auch die Motoren immer angeschlossen haben?

Ich hoffe es ist verständlich was mein Problem ist.

Vielen Dank schon mal, dass du eine Erfahrungen teilst!

Grüße
Benedikt
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#18 Johannes Z
Hi Benedikt. Erstmal Danke für das Feedback. Freut mich dass dir mein kleines Projekt gefällt.

Dein Problem hört sich sehr seltsam an. Ich habe zwar nur zwei Achsen, aber die Rotationsachse ist nicht immer angeschlossen. Bei mir brennt nichts durch und es dürfte eigetlich auch nichts durchbrennen. Welche Schrittmotortreiber hast du auf dem Board am laufen am laufen bzw was für ein Board für 3D Druck ist es?
Bei den gängigen A4988/DRV8825/TMC21XX führt eigentlich nur das trennen der Motoren im laufenden Betrieb zum Ausfall der Treiber. Alles weitere ist kein Problem.

Für einen Arduino UNO mit DisplayShield und zwei der oben genannten Schrittmotortreiber hätte ich sogar ein fertigen Sketch, da ich am Anfang mit einem Arduino meine ersten Erfahrungen gemacht habe. Falls du Interesse hast kann ich den Sketch für den Arduino ja mal hochladen. Ist halt wie schon gesagt nur eine zwei Achsen Steuerung, für eine dritte Achse müsste man halt einen Arduino Mega wegen den zusätzlichen Pins verwenden und ei paar Zeilen Code hinzufügen.
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#19 Johannes Z
So, ich habe die zuletzt hochgeladenen Daten entfernt und stelle nun ein Update zur Verfügung. Es beinhaltet eine detailliertere Erklärung zum Schaltplan und im Code wurden einige Kleinigkeiten angepasst. 

Zum öffnen des Zip Archives einfach die Dateien alle runterladen, und jede einzelne umbenennen. Und zwar das .pdf am Ende entfernen
Attached Files

.pdf   SmartSlider.zip.003.pdf (Size: 2 MB / Downloads: 30)
.pdf   SmartSlider.zip.002.pdf (Size: 2 MB / Downloads: 16)
.pdf   SmartSlider.zip.001.pdf (Size: 2 MB / Downloads: 22)
.pdf   SmartSlider.zip.004.pdf (Size: 323.67 KB / Downloads: 15)

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