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Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - solaris10 - 2014-09-18

Hallo Gunther,

Ich habe jetzt schon ein paar Zeitraffer aufgenommen und dabei den Holy Grail Workflow verwendet. Mir ist aufgefallen, dass manchmal die ** und *** Bilder nicht ganz perfekt zusammenpassen. Könnte es damit zusammenhängen, dass ich meine Nikon D700 so eingestellt habe, dass grundsätzlich eine Drehung des Einstellrades um ein Raster die Belichtungszeit um 1/2 Blendenstufen verändert. Nun wenn ich z.B. bei 1/10 Sek. die Belichtungszeit um 2 Raster (d.h. 1 Blendenstufe) verlängere, dann lande ich in diesem Fall bei 1/6 Sek. Dies hat dann zur Folge dass LRTimelapse die Belichtungskorrektur dieser Bilder mit einem deutlich sichtbarem Unterschied zwischen dem ** und dem *** Bild berechnet.

Gäbe es eine Möglichkeit die Belichtungskorrektur der jeweils nebeneinander liegenden ** und *** Bilder ähnlich wie beim Deflickering anhand einer Referenzfläche im Bild anzugleichen?

Gruss,
Christian


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - gwegner - 2014-09-18

Solche Toleranzen kommen schonmal vor, sind aber eigentlich immer entweder ungenauigkeiten zwischen der in den Exif Daten vermerkten Zeiten/Blenden/ISO und den tatsächlich von der Kamera ausgeführten "Eigenschaften" geschuldet. Dazu kommt, dass die weiteren Einstellungen in Lightroom (z.B. Lichter, Tiefen, Klarheit etc) auf unterschiedlich helle Bilder unterschiedlich wirken.

Im Moment ist die beste Lösung, ganz am Ende der Bearbeitung nochmal über die 2*/3* Keyframes zu gehen und diese von Hand feinzutunen. Danach nochal in LRT den Auto Übergang Spezial auf 2*/3* anwenden, um die Belichtungs Kurve zu verbinden.

Ich arbeite derzeit an einer Automatisierung und Vereinfachung.


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - solaris10 - 2014-10-10

Hallo Gunther!

Gerade eben habe ich eine Tag zu Nacht Serie fertiggestellt, die von qDslrDashboard gesteuert wurde. Dabei war der Schritt zur Verlängerung der Belichtungszeit standardmässig auf eine halbe Blendenstufe eingestellt.
Dabei ist folgende Reihe von ** und *** Keyframes entstanden. Es scheint so, dass sich bei längeren Belichtungszeiten (> 1/20s) Ungenauigkeiten einschleichen. Ich habe die Übergänge zwischen den ** und den *** Keyframes mal visuell korrigiert. Meist liegt dabei der Unterschied der Belichtungskorrektur zwischen ** und *** Keyframe näher an 0.5 Belichtungsstufen. (Sorry für die saumässig formatierte Tabelle, die Forensoftware hat alle mehrfachen Leerzeichen entfernt...)

[font=Courier]Rating Zeit KorrLRT KorrNeu
** 1/1000 -0.150
*** 1/750 -0.599 OK
** 1/750 -0.483
*** 1/500 -1.033 OK
** 1/500 -0.734
*** 1/350 -1.283 OK
** 1/350 -0.848
*** 1/250 -1.299 OK
** 1/250 -0.954
*** 1/180 -1.462 OK
** 1/180 -0.902
*** 1/125 -1.394 OK
** 1/125 -0.851
*** 1/90 -1.360 OK
** 1/90 -0.963
*** 1/60 -1.455 OK
** 1/60 -1.083
*** 1/45 -1.591 OK
** 1/45 -1.211
*** 1/30 -1.703 OK
** 1/30 -1.297
*** 1/20 -1.963 -1.80
** 1/20 -1.421
*** 1/15 -1.754 -1.85
** 1/15 -1.430
*** 1/10 -2.097 -1.90
** 1/10 -1.538
*** 1/8 -1.871 -2.04
** 1/8 -1.587
*** 1/6 -1.920 -2.09
** 1/6 -1.685
*** 1/4 -2.351 -2.15
** 1/4 -0.994
*** 1/3 -1.372 -1.33
** 1/3 -1.080
*** 0.5 -1.747 -1.55
** 0.5 -1.136
*** 0.7 -1.621 OK
** 0.7 -1.265
*** 1 -1.780
[/font]
Kamera: D700
Blende: 2.8

Ich hoffe, ich kann einen kleinen Beitrag zur Weiterentwicklung von LRTimelapse leisten… :-)

Gruss,
Christian


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - gwegner - 2014-10-12

Ich verstehe leider nicht, was Du mir sagen willst.


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - solaris10 - 2014-10-12

Tut mir leid, die Tabelle ist hier im Forum wirklich fast nicht zu lesen...
Was ich sagen will ist, dass ich bei längeren Belichtungszeiten oft das Problem habe, dass der Sprung in der Belichtungskorrektur zwischen den ** und *** Keyframes - so wie er von LRT berechnet wird - oft nicht stimmt.
Als Beispiel der Sprung von 1/30 auf 1/20 sec: Korrektur für 1/30 -> -1.297, Korrektur von LRT für 1/20 -> -1.963. Ich musste aber die Korrektur für 1/20 visuell auf -1.80 korrigieren, was auch rechnerisch näher am Sprung von einer halben Blendenstufe liegt (-1.80 - -1.297 = 0.503).
Ich hoffe, das war jetzt etwas verständlicher...


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - gwegner - 2014-12-22

Ich glaube Du machst einen Denkfehler. Blendenstufen unterschiede kann man nicht einfach durch Subtraktion ermitteln. Von -4 auf -3 ist z.B. nicht eine Blendenstufe, sondern eine halbe. Von -4 auf -2 wäre eine. Das ist logarithmisch.
Dass die automatisch kalkulierten Anpassungen von 2* auf 3* zum Teil visuell etwas abweichen, liegt daran, dass Du auch andere Werkzeuge in LR benutzt hast, die z.T. nichtlineare Helligkeitsänderungen vornehmen.
Versuche mal eine Sequenz, bei der Du sonst nichts an der Bearbeitung geändert hast. Du wirst sehen, dass die anpassungen dann stimmen.
Was Du auch testen kannst, ist die 2*/3* Anpassungen zu markieren und dann mit "Belichtungen Angleichen" in Lightroom die Angleichung zu machen. Lightroom macht dann das gleiche wie LRTimelapse bei der Angleichung, Du solltest das gleiche Ergebnisse bei der Korrektur der Belichtungen bekommen. Wenn nicht, lass es mich bitte wissen.


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - keksi - 2014-12-30

Hallo solaries10,
Ich kenne dein Problem nur zu gut, das hatte ich mit Gunther auch schon mal andiskutiert.

Meine Erfahrung ist, das die Unterschiede in der Bildhelligkeit bei den **-***-Sprüngen vor allem dann NICHT exakt mit den rechnerischen Helligkeiten übereinstimmen wenn der Intervall zwischen den Belichtungszeiten lang ist und sich die Helligkeit bereits von einer zur nächsten Aufnahme merklich ändert, was bei einem Holy Graul und Intervall sagen wir mal 20 oder 30 Sekunden absolut der Fall ist. Ich beobachte dabei regelmässig, das der Korrekturwert in Lightroom bei einem 2/3-Blenden-Sprung von 0,66 auf bis ca. 0,69 steigt.

Bei kurzen Intervallen und wenig Helligkeitsänderung von Bild zu Bild hab ich mit Korrekturwerden von 0,33 bzw. 0,66 in Lightroom eigentlich immer eine perfekte Anpassung.

In LRT erfolgt die Autokorrektur seit dem letzten Update exakt nach 1/3..2/3 usw- Stufen (Gunther schlag mich wenn das falsch ist:-), was auch meist sehr gut funktioniert, aber eben nicht in dem oberhalb beschriebenen Fall.

Lightroom macht die automatische Helligkeitsanpassung anhand der gesamten Helligkeitsinformation in den Bildern (keine Ahnung wie genau), das funktioniert meist ganz gut, aber schlecht wenn sich die Szene verändert hat (z.b. eine Wolke aus dem Bild geflogen ist).

Bezüglich Workflow stimme ich Gunther voll und ganz zu: erst mit den Werkzeugen in LRT automatische Helligkeitsanpassung machen, und erst ganz am Ende Belichtungs-Feintuning der ***-Bilder. Der Aufwand dafür ist dann gar nicht mal so groß.

Die Idee mit dem Referenzfeld für die automatische Helligkeitsanpassung hab ich auch schon mal ins Spiel gebracht. Das gibts doch schon für Deflicker, warum nicht dieses Werkzeug für die Korrektur der Belichtungssprünge verwenden?


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - gwegner - 2014-12-30

Lightroom macht auch keine optische Anpassung, sondern geht bei "Belichtungen angleichen" genau anhand der Exif-Daten vor, wie LRTimelapse.
Ich arbeite derzeit an den Thema, in der nächsten Version wird es einen neuen Ansatz geben, da könnt ihr Euch schonmal drauf freuen. :-)


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - bschulte - 2015-01-01

Hey Gunther und Community,

ich habe genau das gleiche Problem wie hier beschrieben und habe es in einem anderen Thread auch schonmal angedeutet. Scheint verbreitet zu sein. Warte schon gespannt auf deine Neuerung, denn wenn ich deinen Tip verwende, nämlich am Ende der bearbeitung die **/*** Keyframes von Hand zu tunen, habe ich das Gefühl nur noch mehr zu Verschlimmbessern. Denn die Gesamtbelichtung der Bilder passt ja mehr oder weniger, nur in den hellen Werten bei Aufnahmen ins Gegenlicht (Sonne/Sonnenuntergang) kommen diese hässlichen Sprünge rein, wohlgemerkt nach der Bearbeitung durch den Helligkeits und Tiefenregler.

Grundsätzlich hätte ich dazu noch folgende Frage, wahrscheinlich steht das auch in deinem Buch, nur habe ich das zur Zeit verliehenWink. Wenn Du solche Aufnahmen machst, Holy Grail/ Sonnenuntergang, wodrauf belichtet ihr im Schwerpunkt? Meine 7D ist jetzt kein Dynamikwunder, wenn ich den Himmel vernüftig ohne Spitzlichter belichte ist der Vordergrund komplett Schwarz, naja und umgedreht halt der Himmel zerfressen.


RE: Holy Grail Workflow mit Messung des Sprungs zw. ** und *** - solaris10 - 2015-01-02

Hi Gunther,

Ich bin der Meinung dass hier ein Missverständnis herrscht. Die Zahlen in meiner Tabelle sind ja Belichtungskorrekturwerte in Blendenstufen. Ein Wert von -2 bedeutet, dass das originale Bild um 2 Blendenstufen nach unten korrigiert wurde. Natürlich wäre das, wenn das Bild mit der Kamera so aufgenommen würde, 4x weniger Licht. So gesehen ist die Skala logarithmisch.

Ich bin aber immer noch der Meinung, dass eine Belichtungskorrektur von beispielsweise -1.25 vom ersten Bild und eine Korrektur vom zweiten Bild von -1.75 einen Unterschied von 0.5 Blendenstufen ergibt. Dies wäre der Wert den es zu erreichen gilt, wenn die Zeitrafferaufnahme mit qDslrDashboard so eingestellt wurde, dass die Sprünge zwischen den Einstellungen jeweils 0.5 Blendenstufen betragen sollen.

Gruss,
Christian