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ISO Invarianz - macht hohe ISO noch Sinn?

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#1 michael.kleinburger
Hallo Leute,

ich habe nun auch selbst mal das Rauschverhalten meiner beiden Nikon Z6 getestet
und es zeigt sich, dass es vom Rauschverhalten her egal ist ob ich mit ISO6400 fotografiere oder
mit ISO800 und dann am PC die Belichtung drei Blendenstufen erhöhe.
Dynamikumfang ist bei meinem Test kein Unterschied feststellbar:
https://www.dropbox.com/s/32d2jrv1k4avru...tauMhmj8Z4


Die Frage die sich mir nun stellt:
Gibt es mit dieser Kamera überhaupt noch einen Grund bei Zeitraffern über ISO800 zu gehen?
Oder übersehe ich hier etwas Wesentliches?

Liebe Grüße,
Michael
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#2 c_joerg
Wenn du z.B bei einem Übergang von Tag/Nacht den ISO Wert Rampen müsstest, dann must du die 3 Blenden dann natürlich in der Nachbearbeitung kontinuierlich anpassen.
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#3 michael.kleinburger
dann würde ich zb. Keyframe1 belassen, Keyframe2 die Belichtung auf +1 usw.

Ich frage mich nur warum so viele mit extrem hohen ISO-Werten arbeiten wenn doch die meisten Kameras ISO-Invariant sind.
Bin mir noch immer unsicher ob ich nicht ein wichtiges Detail vergesse bei meinen Überlegungen.
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#4 c_joerg
Quote: dann würde ich zb. Keyframe1 belassen, Keyframe2 die Belichtung auf +1 usw.

Der Verlauf ist sicherlich nicht linear vom Anfang bis Ende. Du müsstest dann mehrere Keyframes setzten. Dann besteht die Gefahr das du mal über oder unterkompensierst.


Quote: Ich frage mich nur warum so viele mit extrem hohen ISO-Werten arbeiten wenn doch die meisten Kameras ISO-Invariant sind.

Meine Kameras sind das nicht….
Den Großen Nachteil sehe ich beim Vorschaubild. Das wäre dann bei -3 ziemlich dunkel für eine Beurteilung.
Qdslrdashboard hätte damit sicherlich auch Probleme.
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#5 JBusse
Hallo Michael,
grundsätzlich sollte man immer korrekt belichten, schon allein, um einen möglichst großen Spielraum für die nachträgliche Bearbeitung hinsichtlich Über-/Unterbelichtung und Dynamikumfang zu haben. Natürlich kann man bei vielen Kameras recht großzügig korrigieren, ohne gleich gravierende Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Als Dauerlösung halte ich eine bewusst knappe Belichtung und eine Korrigieren in der Nachbearbeitung aber für ungeeignet. Hohe Empfindlichkeiten machen schon Sinn, wenn die Blende Deines Objektives bereits voll geöffnet ist und Du möglichst kurze Belichtungszeiten benötigst, um Bewegungen einzufrieren. Das können auch "nur" sich bewegende Sterne sein.

Gruß Jürgen
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#6 Gunther
Also tatsächlich sollte man die Eigenschaften seines Kamera Sensors kennen und dann spricht nichts dagegen, seine Aufnahmetechnitk daran anzupassen.
Ich persönlich rampe bei mit den Z 6II / Z 7II nicht höher als ISO 800, eben wegen der ISO Invarianz ab dieser ISO.
Diese sensoren sind ab ISO 800 invariant, d.h. ihr könnt die Aufnahmen genausogut in der Post pushen, das geht ja easy mit der Keyframe Bearbeitung in LRTimelapse. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass die Aufnahmen auf dem Monitor dunkler erscheinen, stört mich aber nicht. Der große Vorteil ist, dass Lichter nicht clippen, wie das bei höherer ISO passieren würde.
qDslrDashboard ist auch kein Problem, einfach maximale ISO auf 800 einstellen.

Aber wie gesagt: macht bitte selbst vorher Tests mit euren Kameras, da das hier gesagt natürlich nicht für alle gilt! Andere Kameras haben andere "Basis-ISO"-Werte, manche sind auch gar nicht ISO invariant.
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#7 michael.kleinburger
Danke für eure Rückmeldungen und danke Gunther für die Bestätigung. Ich war mir selbst unsicher, ob ich etwas Wesentliches vergesse. Sehe jedenfalls für die Z6 keinen Grund über ISO800 zu gehen, wenn ich am Monitor nichts mehr sehe kann ich immer noch in den Videomodus gehen, der macht die Nacht taghell (geht während der Aufnahme natürlich nicht.

...also check out: