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LRT als Stand-Alone Lösung

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#1 Edgar99
Hallo,

zur Mondfinsternis ist mein erstes Timelapse mit LRT entstanden.
Mein Eindruck: Die Funktionalität von LRT ist genial, aber…

Die Bedienung von LRT ist, durch den Wechsel LRT-XML-LR, schon arg „holprig“.

Warum dieser komplizierte Workflow?

Die wesentlichen Funktionen, die benötigt werden, sind die Grundfunktionen von LR (also Belichtung, Lichter, Tiefen, Klarheit etc.. und evtl. sogar HSL und Gradationskurve).
Diese Funktionen sind „relativ einfache“ LUT-Operationen (na ja, außer evtl. Klarheit und Dynamik?).

Der Workflow könnte um einiges eleganter werden, wenn diese Funktionen in LRT implementiert wären.


LR - oder Capture One, Affinity, Luminar - wird man dann nur ganz zu Anfang brauchen, für komplexe Funktionen, wie Objektivkorrektur, Bereichsreparatur, Ausrichten etc. die auf alle Bilder angewendet werden. Danach alle RAW-Bilder in TIFF/DNG exportiert und in LRT importiert. Alles Weitere in LRT.


Gruß
Edgar
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#2 gwegner
Lieber Edgar, so einfach ist es nicht. RAW Bilder müssen entwickelt werden und jede Kamera benötigt da unterschiedliche Algorithmen. An den gängigen RAW Convertern inkl. Lightroom arbeiten große Teams und jede neue Kamera schnell zu unterstützen. Wie schwierig das ist, sieht man an Open Source RAW Convertern wie DCRAW, die nicht mal annähernd die Qualität von Lightroom erreichen.
Der Workflow LRT/LR hat viele Vorteil - vor allem eben den Zugriff auf einen der besten RAW Converter. Und LRTimelapse ist sowohl im Profi als auch im Amateurbereich das Werkzeug für Zeitraffer-Fotografen. Der Workflow ist schnell erlernbar und bietet danach viele Vorteile. Lass Dich mal drauf ein!
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#3 Edgar99
Hallo Gunther,

es geht mir ja gerade nicht darum, einen eigene RAW-Converter zu entwickelt. Da hast du vollkommen recht, das wäre utopisch.

Zur Konvertierung von RAW nach TIFF/DNG sollte nach wie vor LR, Capture One, Affinity, Luminar, Camera-RAW etc. verwendet werden. Hier können auch die komplexeren Funktionen, wie Bereichsreparatur/Objektivkorrektur etc. auf alle Bilder angewendet werden.

Sobald aber alle Bilder einer Timelapse Sequenz in TIFF/DNG konvertiert sind, sollten diese möglichst vollständig in LRT weiterbearbeitet werden können. Die Implementierung von Kontrast/Helligkeit/Lichter/Tiefen…, auf ein TIFF/DNG, in LRT, dürfte kein „größeres“ Problem sein. Dazu wäre es nicht notwendig, wieder in LR zu gehen.

Immerhin könnte ein Holy-Gral Workflow einfacher und sogar interaktiv sein und man wäre nicht auf LR fixiert.

Gruß
Edgar
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#4 gwegner
Der Clou bei LRTimelapse ist ja gerade, dass alle Bearbeitungen auf Metadaten-Ebene gemacht werden (keyframing, deflickern, holy grail etc.) und erst ganz am Ende die RAW + die Metadaten in ein TIFF oder JPG entwickelt werden mit allen Bearbeitungen. Das ermöglicht eine völlig andere Qualität, als z.B. Videoprogramme, die auf bereits gerendertem Material arbeiten.

Glaub mir, ich mache das ganze nicht erst seit gestern und habe and diesen Workflow ganz viel Know-How gesteckt. Das ist schon die optimale Vorgehensweise.
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#5 Edgar99
Hallo Gunther,

die sehr sinnvolle Methode, alle Bearbeitungsschritte erst am Ende, also beim Exportieren, auf die Bilddatei anzuwenden, ist nicht vom Dateiformat abhängig. Das geht in TIFF genauso wie im RAW. Dazu braucht es nicht unbedingt LR.

Die Qualität von LR kommt von dem RAW Konverter, also der Konvertierung der Bayer-Matrix in ein Rasterbild. Die nachfolgende Bildbearbeitung setzt nur auf dieses Rasterbild auf.
Die Grundfunktionen in LR sind daher relative einfache LUT Funktionen, angewendet auf ein RGB Rasterbild.
Hat man das Rasterbild (durch ein TIFF Export) könnten diese Grundfunktionen auch z.B. in LRT implementiert sein.

Eine "durchgängige RAW Entwicklung" in LR bringt kaum Vorteile, da die ursprüngliche RAW-Datei nach der Konvertierung keinen Einfluss mehr auf die Qualität des Ergebnisses hat.

Das lässt sich leicht zeigen:
RAW-Bild in LR öffnen und als 16Bit-TIFF in ProPhoto RGB exportieren.
Dieses TIFF nun wieder in LR öffnen.
Dann das originale RAW in LR bearbeitet.
Nach dem „Synchronisieren“ von RAW/TIFF werden RAW und TIFF identisch aussehen.
Selbst die einzelnen Punkte des Rauschmusters sind, in der 400% Ansicht, identisch.

(beim Synchronisieren muss Weißabgleich und Rauschreduzierung abgewählt werden, da dieses ja schon beim Export angewendet wurde. Im TIFF Bild muss nach dem Synchronisieren die Schärfe etwas zurückgenommen werden, da LR offenbar die Eigenart hat, Bilder selbständig zu schärfen !?! Ganz leichte Farbabweichungen führe ich auf den Weißabgleich in den riesigen Farbraum zurück).

Na ja, ich will ja nicht nerven, hab halt Spaß daran gefunden an dem geniale LRT ein wenig rumzuspinnen ;-)

Liebe Grüße
Edgar
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#6 gwegner
Schon beim Weißabgleich kommt Deine Theorie ins Wanken. Im Tiff ist der Weißabgleich in die Bilder reingerechnet, im RAW nicht. Weißabgleich Ramping lässt sich sinnvoll nur auf RAW Basis machen.
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#7 Edgar99
jo, da hast du den kritischen Punkt gefunden.

So tragisch ist der eingerechnete Weißabgleich aber auch nicht. Die besten Kameras haben 12 Bit Auflösung und LR exportiert 16 Bit TIFF's. Da bleiben 4 Blendenstufen Spielraum für den Weißabgleich, bevor da die ersten Kamera-Bits durch den TIFF Export korrumpiert werden.
Bevor man die RAW's ins TIFF Exportiert, empfiehlt es sich aber in LR einen halbwegs neutralen WB, ohne ausfressende Farbwerte, einszustellen, damit LR hier wenig reinrechnet.

Bei der Bildbearbeitung der TIFF's in LRT (inkl. des WB-Ramping) sollte mit Floating Point gerechnet werden und natürlich erst alles am Ende der Bearbeitung, beim Export, gerendert werden, genau so wie in LR. Dann geht auch in LRT nichts verloren. Wichtig ist das Ausgangsmaterial, dass also die 12 Bit Informationen der Kamera in dem 16 Bit TIFF enthalten sind.


Schönen Gruß
Edgar

...also check out: