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Möglichkeit, Bilder mit ND-FIlter-Tag zu versehen

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#1 Daxelinho
Guten Tag,

ich habe mir schon länger gedacht, dass es doch interessant wäre, wenn man in LRTimelapse bei den Bildern die Möglichkeit hätte, alle Bilder, die mit einem ND-Filter gemacht wurden, zu markieren und einzustellen, welche Stärke man benutzt hat. Dadurch könnte man eine Aufnahme mit einem 64er Filter starten und im Verlauf, wenn es dunkler wird, den Filter abnehmen und im qDslrDashboard schnell nachregeln (in dem Fall 6 Blendenstufen dunkler belichten), damit das Bild nicht überbelichtet wird.
In LRTimelapse markiert man dann die ersten Bilder bis zum Filterwechsel / entfernen des Filters und trägt ein, dass diese mit einem 64er-ND-Filter geschossen wurden.
Dadurch würde man sich die Arbeit mit dem "Blende manuell festlegen (Lens-Tagging)" sparen, da es automatisch umgerechnet wird.
Unter Umständen kann man als Beispiel sogar mehrer Wechsel innerhalb der Sequenz vornehmen, also zum Beispiel mit einem 100er starten und dadurch ziemlich lange Belichtungszeiten erhalten, dann auf einen 64er wechseln und zum Schluss ohne beenden.

Vielleicht übersehe ich etwas oder verstehe es nicht ganz, aber aktuell ist es meines Wissens nach nicht möglich bzw. sehr kompliziert eine Sequenz zu bearbeiten, die mit einem Filterwechsel aufgenommen wurde. Auch bin ich mir der Probleme des Wechsels bewusst, wie zum Beispiel dass die Farben sich verändern oder das man beim Wechsel die Kamera verwackelt oder zu lange beim Einstellen der neuen Werte für die Belichtung braucht und das Interval zwischen den zwei Bildern zu groß wird.

Zu dem Lens-Tagging hätte ich dann auch noch eine Frage: Wenn ich das letze Bild mit Filter mit f/13 aufgenommen habe und der Filter in etwa 6 Blenden schluckt, dann müsste ich doch beim drauf folgenden Bild über Lens-Tagging eine Blende von unter 1 einstellen, oder? Sofern sich ISO und die Belichtungszeit nicht geändert hätten. Oder denke ich falsch?


Ich hoffe mal, dass alles soweit verständlich war.


Gruß
Daxelinho
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#2 gwegner
Hallo Daxelinho, hast du denn sowas schonmal erfolgreich gemacht bei der Aufnahme? Ich persönlich halte ein abnehmen des Filters und gleichzeitig Nachregeln der Kamera um die entsprechende Korrektur für so gut wie unmöglich. Daher gibt es eine solche Funktion auch derzeit nicht in LRTimelapse. Als work around kann man sich mit dem Lens Tagging behelfen, die absoluten Blendenwerte spielen für LRT keine Rolle, daher kannst du sie entsprechend anpassen.

Von Blende f/13 aus 6 Blendenstufen wären Blende f/1.6.

Lass mich aber mal wissen, ob du das wirklich in der Praxis erfolgreich machst, dass Du ND Filter während des Holy Grails wechselst. Würde mich echt mal interessieren.
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#3 Daxelinho
Danke für die schnelle Antwort.
Stimmt, wäre natürlich f/1,6. Das Problem ist, wenn qDslr dann die Blende sukzessive nachregelt, dann muss ich ja auch jedes mal in LRTimelapse die Blende manuell per Lans Tagging nachregeln, oder?

Ich habe gestern mal testweise eine Sequenz aufgenommen und den Filter später gegen Abend abgenommen. Ich hatte aber auch ein Intervall von 20 Sekunden, also relativ lange. Das Wechseln und einstellen kann man in ~30-40 Sekunden schaffen.
Da sich die Wolken relativ langsam bewegt haben ging es noch, es fehlte also quasi nur ein Bild in der Aufnahme was man aber nicht wirklich sehen würde. Beim Wechseln muss man natürlich aufpassen, dass man die Kamera nicht bewegt, aber das ist mir gelungen.

Nur später bei der Bearbeitung in LRTimelapse gingen dann die Probleme los, sodass es bisher erstmal nur bei den einzelnen Bildern geblieben ist. Ich kann ja auch bei den Bildern mit Filter per Lens Tagging die Blende "schließen" statt bei den Bildern ohne Filter die Blendenzahl zu verkleinern. Folgendes tritt aber auf: Das Bild genau vor dem Wechsel wurde mit folgenden Einstellungen aufgenommen:
ISO 200, Blende f/4 und 13 Sekunden, also in etwa 0,7 EV.
Ich müsste also bei einem 64er Filter eine Blende von f/30 einstellen, oder? Wären dann zum Spaß etwa 5,1 EV, also knapp 6 Blenden unterschied. Soweit, sogut.
Und das Bild danach hat die Folgenden Settings: ISO 100, Blende f/13 und 4 Sekunden. Also etwa 5,4 EV.
Das passt also alles relativ gut zusammen.
Nur leider sieht die Heilige-Gral-Glättungskurve alles andere als gut aus. Die startet nämlich ganz unten link, bis zum Wechsel bleibt die dort auch, dann steigt sie sehr steil an und ganz oben angekommen bleibt diese da bis zum Schluss. Es ist auch kaum möglich mit den Reglern irgendwas zu ändern.

Wenn man den Filter bis zum Schluss dran lässt, dann kommt man ja mit 20 Sekunden Belichtungszeit und ISO 1600 kaum ein Foto hin, dass nicht schwarz ist. Und wenn ich am Tage ohne ND-Filter arbeite, dann ist die Belichtungszeit ja nur extrem kurz, also auch nicht optimal.

Das ist jetzt viel Text und ich hoffe, man versteht, was ich meine. Big Grin

Gruß
Daxelinho
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#4 Ralph
Hallo Daxelinho,
Warum möchtest Du überhaupt den ND Filter entfernen? Viele von meinen Tag zu Nacht, bzw. Nacht zu Tag Zeitraffern mache ich mit einem 1.8 ND (64) Filter. Häufig arbeite ich dann mit einem 5 oder 6sec Intervall, auch wenn die Wolken nur langsam ziehen. Für mich ist dann die Bewegung der Sonne entscheidender. Wenn ich mit dem Setup einen Zeitraffer von einem Sonnenuntergang mache, liegen die ersten Aufnahmen bei f/9, Iso 100 und 1sec Verschlusszeit. Je nachdem wie lange der Zeitraffer dann läuft, bin ich am Ende bei f/4, Iso4500 und 4 sec. Ein Großteil des Zeitraffers bewegt sich dann nahe der 180° Regel. Bei den heutigen Sensoren ist es auch eigentlich gar kein Problem mehr, mit einem etwas höheren Iso zu arbeiten. Wenn ich den Zeitraffer länger laufen lassen will, also noch die Sterne mit drauf haben möchte, nehme ich gar kein Filter. Ich kann ja nach Sonnenuntergang den Intervall verlängern (Intervall-Ramping) und dann mit längeren Verschlusszeiten arbeiten. So behalte ich auch den ISO-Wert im Griff.

Gruß,
Ralph
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#5 gwegner
Ich sehe das ähnlich wie Ralph. In Städtischen Umgebungen mit Kunslicht kann man einen 64er Filter eigentlich drauflassen. In anderen Situationen, solange du nicht wirklich bis zur Milchstraße aufnimmst, kannst Du mit einem 8er Filter durchziehen.
Nur wenn es bis zu den Sternen gehen soll, eben ohne Filter. In solchen Fällen nehme ich in Kauf, dass am Anfang die Belichtungszeiten etwas kürzer sind.
Auch noch eine Überlegung wert: komplette übergänge vom hellen Tag bis zu den Sternen laufen meist viel zu lange, das heißt, im fertigen Film schneidet man sie ohnehin auseinander (dann kann ich auch gleich mit 2 verschiedenen Kameraeinstellungen, einmal mit und einmal ohne ND arbeiten ggf. auch verschiedene Kamerawinkel). Oder man beschleunig das ganze später so im Video, dass die kurzen Belichtungszeiten am Anfang gar nicht auffallen.

Weiterhin: ein fehlender Frame wäre für mich in einem professionellen Zeitraffer ein no go. Daher sind solche Überlegungen mit Filter ran / ab eher spielerei, zu der ich auch niemanden ermutigen möchte, deswegen auch gibt es eine solche Funktion nicht in LRT. Aber wie gesagt, wenn ich genügend Stimmen hier höre, die plausibel belegen, dass man das unbedingt braucht und dass sie das wirklich anseits von Spielere brauchen, lasse ich mich vielleicht überreden.

Und ja: das mit der Blende ist natürlich ein absoluter workaround und auch nur dann möglich, wenn kein Blendenramping verwendet wird.
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